Gedankenhygiene

Eine Pandemie verlangt neues Verhalten

Wer meinen letzten Blog gelesen hat, der weiss, dass ich nicht verstanden habe, was im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Corona-Virus weltweit abgeht. Ich bin ganz ehrlich – ich verstehe einiges immer noch nicht – ABER, das ist jetzt nicht mehr der Punkt.

Mit ist klar geworden, dass dieses Virus geschwächte Menschen so angreift, dass ihre Lungen schwerst erkranken. Und ich habe verstanden, dass diese Menschen dann eine intensive Betreuung benötigen – genannt Intensivstation. Wenn sie schon krank waren, erleiden sie einen grausamen Tod – es sei wie ertrinken.

Das ist der grosse Unterschied zur „normalen“ Grippe, welche zwar in der Vergangenheit viel mehr Menschen betroffen hat, aber diese mussten nicht intensiv hospitalisiert werden.

Umso mehr Menschen nun Träger dieses Virus sind, umso mehr könnten daran schwer erkranken. Und darum geht es jetzt. Wir müssen alles daran setzen, dass wir als mögliche Träger des Virus nicht dafür verantwortlich sind, dass andere schwer erkranken oder sterben. So einfach ist das.

Dazu müssen wir aber unser Verhalten ändern. Es ist auch für mich sehr seltsam, wenn ich beim Einkaufen Distanz nehmen muss. Oder wenn ich auch bei schönstem Wetter dafür sorge, dass ich eben nicht auf einen öffentlichen Platz gehe. Ja, in der Schweiz dürfen wir uns noch im Freien bewegen. Was für ein Geschenk. Aber um Himmelswillen stürmt bitte nich die Seeufer oder die anderen Hotspots. Das ist fahrlässig und vor allem – es wird unweigerlich dazu führen, dass wir ALLE in Quarantäne sind und dann funktioniert online shopping auch nicht mehr.

Es geht jetzt darum, den Fokus zu ändern. Wer diese einfachen Regeln wie „Distanz halten“ nicht einhält, ist jemand, dem es egal ist, wenn das Gegenüber schwer krank werden kann oder daran stirbt. Jede in der Schweiz registrierte Neuansteckung ist ein Mensch, der Symptome hat. Die anderen werden gar nicht getestet. Und somit ist jeder dieser Menschen von irgendjemandem angesteckt worden.

Ich werde alles dazu beitragen, dass ich niemanden anstecken kann. Und weil ich keine Symptome habe, wurde ich nicht getestet und darum weiss ich nicht einmal, ob ich das Virus in mir trage oder nicht. Das verleitet sehr leicht dazu, leichtsinnig zu sein. Ich erlaube es mir nicht aus Respekt gegenüber allen anderen Menschen. Basta.

Claudia Schifflechner

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